16.02.2022 | Säschische Zeitung

 

Sächsische Zeitung berichtet über Veranstaltung „Digital Transformation Time: Internationale IT-Fachkräfte gewinnen“, die am 01. Februar 2022 online stattfand.

 

Vor allem die IT-Branche setzt zunehmend auf ausländische Mitarbeiter. Damit die Suche nach Zuwachs fürs Team gelingt, gibt es in Sachsen ein starkes Netzwerk.

Kulturelle Unterschiede sind für uns ‚daily business‘.“ Anke Kändler arbeitet bei der Peer Group GmbH in Dresden und weiß, wovon sie spricht. Als HR & Office Managerin eines internationalen Unternehmens hat sie reichlich Erfahrung mit etwas, das für andere Firmen in Sachsen noch Neuland ist - die Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Ausland.

Bei der Peer Group, dem nach eigenen Angaben größten Anbieter von Fabrikautomationssoftware für Smart Manufacturing sowie Industrie 4.0 in der Halbleiterindustrie, arbeiten Menschen aus aller Welt. „Das ist für alle im Unternehmen einfach Alltag“, sagt Anke Kändler. Internationale Teams, da ist sich die Managerin sicher, müssen auch in Sachsen Normalität werden. Die IT als per se international ausgerichtete Branche eignet sich wie keine andere als Vorreiterin. Weil sich darin zwar heute die meisten Unternehmer und Netzwerker einig sind, es aber trotzdem noch viel Unsicherheit zur Umsetzung in der Praxis gibt, hatte der Verein SWS Digital, ein Wirtschaftsnetzwerk aus Südwestsachsen, jetzt zum digitalen Erfahrungsaustausch eingeladen. Unter dem Titel „Digital Transformation Time: Internationale IT-Fachkräfte gewinnen“ ging es um ganz konkrete Fragen zu Visa und Spracherwerb, aber auch um die grundsätzliche Auseinandersetzung mit einer offenen, international orientierten Unternehmenskultur.

Ohne die geht es nicht, denn gerade in der IT können sich viele Fachkräfte ihren Arbeitsplatz aussuchen. Fühlen sie sich nicht willkommen, finden sie schnell eine Alternative. Eine Erfahrung, die man auch beim Netzwerk Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen gemacht hat. Umso wichtiger sei es, „Wertschätzungskultur zu leben“, betonte Katrin Fischer, stellvertretende Vorstandssprecherin des Vereins, in dem 84 Unternehmen und Institutionen organisiert sind. Über die Initiative „Welcome Saxony“ bringt der Verein Firmen das Thema Fachkräftesicherung aus dem Ausland näher, berät und vernetzt. In Workshops vermitteln die Mitarbeiter ganz konkret und vor Ort in Unternehmen, wie wertschätzendes Miteinander kulturelle Grenzen, Diskriminierung und Unsicherheiten überwinden kann. Ein Angebot, das durchaus mit Erfolg genutzt werde, so Katrin Fischer.

 

Arbeitsklima ohne Ausgrenzung

 

Ob Alltagsdiskriminierung, barrierefreie Kommunikation, Wahlmüdigkeit oder der Umgang mit Extremismus – oft braucht es zumindest kleine Impulse von außen, um eher destruktive Strukturen aufzulösen. Denn klar ist auch: Wirtschaftlicher Erfolg braucht ein Arbeitsklima ohne Ausgrenzung.

 

Aber wie findet man nun konkret Nachwuchs aus anderen Ländern? Hier kann das Fachinformationszentrum Zuwanderung helfen. „Wir beraten Firmen zu allen Fragen rund um Zuwanderung, Visumpflicht, Spracherwerb oder auch Fördermöglichkeiten“, so Mitarbeiterin Aylin Kini. Denn tatsächlich müssen Unternehmer, die Menschen aus dem Ausland einstellen möchten, einiges beachten. So gilt beispielsweise für alle Staaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes und der Schweiz Visumpflicht. Der Prozess der Rekrutierung kann sich also entsprechend verzögern.

 

Speziell für die IT-Branche ergeben sich allerdings auch besondere Regelungen. So können IT-Spezialisten unter Umständen auch ohne formale Qualifikation eingestellt werden, wenn sie entsprechende Fach- und Sprachkenntnisse haben. Das sogenannte „Beschleunigte Fachkräfteverfahren“ soll überdies kürzere Bearbeitungsfristen und die intensive Unterstützung durch das Fachinformationszentrum garantieren. Der Austausch machte auch deutlich: Sachsen ist gut aufgestellt, wenn es um Netzwerke geht, die bei der Rekrutierung über Grenzen hinweg unterstützen. Und das Interesse der Firmen wächst mit dem Fachkräftemangel. Mit Veranstaltungen wie dem jüngsten digitalen Austausch wolle man auch die Sichtbarkeit der Möglichkeiten im Freistaat erhöhen, so Tobias John vom Vorstand des SWS Digital. Seine Region habe genau wie Sachsen insgesamt wirtschaftlich viel zu bieten.

Mit einem noch offeneren Blick über die Grenzen soll das auch international bekannter werden. Kulturelle Unterschiede als „daily business“ – noch ist das nicht Normalität zwischen Zwickau und Görlitz, aber zumindest sind auch hiesige Firmen inzwischen auf dem Weg. Vereine wie der SWS Digital und Initiativen wie Welcome Saxony und Talenttransfer helfen bei der Orientierung.

 

Der Verein Südwestsachsen Digital engagiert sich für den Aufbau eines Kooperationsnetzwerkes, das Unternehmen bei der erfolgreichen Gestaltung der Digitalisierung unterstützt und damit die Wettbewerbsfähigkeit sächsischer Firmen stärkt.

 

Informationen zur Rekrutierung ausländischer Fachkräfte gibt es unter anderem hier: www.welcomesaxony.de, https://talenttransfer.dewww.arbeitsagentur.de

 

zum Presseartikel:

Presseartikel als PDF:

20220216_IT-Fachkräfte.pdf192.07 KB

 

Presseartikel auf der Website der Sächsischen Zeitung

 

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